Energiepolitische Lage der Schweiz

Die Schweiz ist in der komfortablen Situation, durch ihre reichen Wasservorkommen und der Schlüsselstelle im europäischen Stromnetzverbund, eine vollflächige Energieversorgung zu 99,999% im Jahresmittel aufzuweisen.
Auch der Mix des Kraftwerkparks zur Gewinnung von Elektrizität ist gut und breit abgestützt (Kernkraftwerke und Flusslaufkraftwerke zur Bandlastdeckung, Speicher- und Pumpwasserkraftwerke zu Spitzenlastdeckung).
Der jährliche Energiekonsumanstieg verläuft auch nicht mehr so sprunghaft wie im letzten Jahrzehnt und steigt nun konstant, aber moderat an (ca. 1,5 – 2% pro Jahr). Ein Ausblick ins Jahr 2020 zeigt aber eine Problematik auf die als „Stromversorgungslücke“ bekannt ist.

In diesem Zeithorizont laufen die Wassernutzungsrechte vieler Wasserkraftwerke aus und müssen neu verhandelt werden. Ebenso läuft auf diesen Zeitpunkt die Betriebsbewilligung der Kernkraftwerke aus. Diese unsichere Situation der Wasserkraftwerke und der Wegfall des Kernkraftwerk-Parks ergibt für die Schweiz eine unsichere energiepolitische Zukunft.
Wie diese zukünftigen Herausforderungen gemeistert werden können steht noch nicht fest. Heute kann bereits mittels rationeller Verwendung von Energie oder Nutzung alternativer Energiequellen der Grundstein für eine bessere energetische Zukunft gelegt werden.


Akzeptanz der Photovoltaik

Noch vor ein paar Jahren wurde die Nutzung von Sonnenergie zur Gewinnung von Elektrizität von einem grossen Teil der Bevölkerung als nicht konkurrenzfähige und unzuverlässige Technik wahrgenommen. Ebenso trug sie ein ökologisches Image, welches in gewissen Bevölkerungskreisen, Firmen, Vorständen und technisch orientierten Gruppen die Akzeptanz sehr schwierig gestaltete, wenn nicht sogar verunmöglichte.
Nachdem auch die Industrie auf die Möglichkeiten aufmerksam geworden ist und die rationelle Verwendung von Energie ein Thema geworden ist, hat ein Umdenken stattgefunden, so dass heute die die Nutzung von solarer Energie zur Gewinnung von Elektrizität als normal und zukunftsträchtig angesehen wird.


Stand der Technik

Dank intensiver Forschungsarbeit, stetiger Weiterentwicklung der Produktionsverfahren und einer hochautomatisierten Fertigung erzielen Solarmodule mittlerweile einen guten Qualitätsstandard und hohe Wirkungsgrade von bis zu 25%. Das heisst dass ungefähr 25% der auf die Fläche eines Moduls fallenden solaren Energie, in Elektrizität umgewandelt wird.
Ein weiterer Fortschritt ist auch die verlängerte Haltbarkeit der Solarmodule, so dass heute Anlagen angetroffen werden die deutlich über 30 Jahre alt sind und immer noch zuverlässig Energie produzieren.


Ertrag einer PV-Anlage

In der Schweiz kann ein mittlerer Energieertrag von etwa 800 bis 1000 kWh pro kWpeak (kWp) installierter Leistung der Anlage pro Jahr erwartet werden.